Geschichte & Tradition

Geschichte

Vier Jahrhunderte Wallfahrt und Dorfgeschichte

Eine Geschichte, die mit einem Gelöbnis begann und zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte Niederösterreichs führte – seit über 400 Jahren.

Historische Ansichtskarte von Maria Langegg, 1908
Erwähnt seit
1582
Wallfahrt seit
1600
Heutige Kirche
1765–1773
Besonderheit
Wallfahrt auf Bildlegende gegründet
Zeitachse

Die Entwicklung des Ortes

1582

Erste urkundliche Erwähnung

Das Renaissanceschlösschen in Langegg als Mittelpunkt des Salzburger Forstbezirkes wird erstmals urkundlich erwähnt.

1600

Die Ursprungskapelle entsteht

Matthäus Haring lässt nach der wunderbaren Heilung seines Kindes eine Kapelle bauen und stiftet das Gnadenbild – den Grundstein der Wallfahrt.

1605 & 1614

Erweiterungen

Der große Wallfahrerzustrom macht mehrfache Vergrößerungen der Kapelle notwendig.

1631

Erste Kirche geweiht

Eine erste kleine Kirche entsteht und wird feierlich geweiht.

1765–1773

Barocker Neubau

Baumeister Johann Michael Ehmann aus Stein errichtet die heutige Wallfahrtskirche. Die Deckenfresken stammen vom Tiroler Maler Josef Adam von Mölk.

1773

Übertragung des Gnadenbildes

Das Gnadenbild wird in feierlicher Prozession aus der alten Kirche in den neuen Bau übertragen. Die Ursprungskapelle bleibt als Heiliggrabkapelle erhalten.

1783

Eigenständige Pfarrkirche

Im Zuge der josephinischen Pfarrregulierung wird Maria Langegg selbständige Ordenspfarre. Die Klosterkirche wird zur Pfarrkirche.

1974–heute

Diözese St. Pölten

Nach dem Rückzug der Serviten trägt die Diözese St. Pölten den Ort. Kirche, Museum, Bibliothek und Schatzkammer bleiben lebendig.

Hintergrund

Das Renaissanceschlösschen in Langegg als Mittelpunkt des Salzburger Forstbezirkes wurde erstmals 1582 urkundlich erwähnt. Die Türkenkriege, Schwedenüberfälle im Dreißigjährigen Krieg und Franzosenscharmützel brachten große Einschnitte, die ihren Niederschlag in zahlreichen historischen Lokalsagen fanden.

Die Volksfrömmigkeit konnte sich hier besonders stark entfalten: Der Dunkelsteinerwald liegt zwischen den großen Klöstern Niederösterreichs — Melk, Göttweig, Herzogenburg und Dürnstein — den Zentren der Frömmigkeit des Hochbarock. Zudem förderte der Servitenorden, der sich der volkstümlichen Seelsorge verschrieben hatte, Wallfahrt und Andachtsbildkult.

Die Wallfahrtsstätte ist der einzige niederösterreichische Wallfahrtsort, der nicht mit Baum-, Stein- oder Quellenkulten in Verbindung steht, sondern ausschließlich auf einer Bildlegende gründet: dem Gnadenbild, das Matthäus Haring im Jahr 1600 aus Passau mitbrachte.

Historische Aufnahmen

Alte Ansichten

Fotografien und Ansichtskarten aus der Geschichte des Dorfes.

Maria Langegg 1904
1904
Ansichtskarte Maria Langegg 1908
1908
Maria Langegg 1915
1915
Glockenweihe 1925
Glockenweihe 1925
Gnadenaltar 1925
Gnadenaltar 1925
Maria Langegg 1932
1932
Maria Langegg 1967
1967
Ansicht vom Dorf Richtung Kirche
Blick zur Kirche
Maria Langegg in Farbe
Farbbild