Geschichte
Vier Jahrhunderte Wallfahrt und Dorfgeschichte
Eine Geschichte, die mit einem Gelöbnis begann und zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte Niederösterreichs führte – seit über 400 Jahren.
- Erwähnt seit
- 1582
- Wallfahrt seit
- 1600
- Heutige Kirche
- 1765–1773
- Besonderheit
- Wallfahrt auf Bildlegende gegründet
Die Entwicklung des Ortes
Erste urkundliche Erwähnung
Das Renaissanceschlösschen in Langegg als Mittelpunkt des Salzburger Forstbezirkes wird erstmals urkundlich erwähnt.
Die Ursprungskapelle entsteht
Matthäus Haring lässt nach der wunderbaren Heilung seines Kindes eine Kapelle bauen und stiftet das Gnadenbild – den Grundstein der Wallfahrt.
Erweiterungen
Der große Wallfahrerzustrom macht mehrfache Vergrößerungen der Kapelle notwendig.
Erste Kirche geweiht
Eine erste kleine Kirche entsteht und wird feierlich geweiht.
Barocker Neubau
Baumeister Johann Michael Ehmann aus Stein errichtet die heutige Wallfahrtskirche. Die Deckenfresken stammen vom Tiroler Maler Josef Adam von Mölk.
Übertragung des Gnadenbildes
Das Gnadenbild wird in feierlicher Prozession aus der alten Kirche in den neuen Bau übertragen. Die Ursprungskapelle bleibt als Heiliggrabkapelle erhalten.
Eigenständige Pfarrkirche
Im Zuge der josephinischen Pfarrregulierung wird Maria Langegg selbständige Ordenspfarre. Die Klosterkirche wird zur Pfarrkirche.
Diözese St. Pölten
Nach dem Rückzug der Serviten trägt die Diözese St. Pölten den Ort. Kirche, Museum, Bibliothek und Schatzkammer bleiben lebendig.
Das Renaissanceschlösschen in Langegg als Mittelpunkt des Salzburger Forstbezirkes wurde erstmals 1582 urkundlich erwähnt. Die Türkenkriege, Schwedenüberfälle im Dreißigjährigen Krieg und Franzosenscharmützel brachten große Einschnitte, die ihren Niederschlag in zahlreichen historischen Lokalsagen fanden.
Die Volksfrömmigkeit konnte sich hier besonders stark entfalten: Der Dunkelsteinerwald liegt zwischen den großen Klöstern Niederösterreichs — Melk, Göttweig, Herzogenburg und Dürnstein — den Zentren der Frömmigkeit des Hochbarock. Zudem förderte der Servitenorden, der sich der volkstümlichen Seelsorge verschrieben hatte, Wallfahrt und Andachtsbildkult.
Die Wallfahrtsstätte ist der einzige niederösterreichische Wallfahrtsort, der nicht mit Baum-, Stein- oder Quellenkulten in Verbindung steht, sondern ausschließlich auf einer Bildlegende gründet: dem Gnadenbild, das Matthäus Haring im Jahr 1600 aus Passau mitbrachte.
Alte Ansichten
Fotografien und Ansichtskarten aus der Geschichte des Dorfes.